Ein extrovertierter Jugendlicher

Der jugendliche Marcel wird von seiner Schwester Christiane als „ein ausgesprochen ausgeglichenes Temperament, friedlich, mit einer ganz außergewöhnlichen Seelenstärke“ beschrieben.

Marcel hat Herz und Hirn, gerne besucht er seinen Großvater väterlicherseits und macht ihm eine Freude. Während des Krieges dient er die Messe trotz der Ausgangssperre und trotz der deutschen Patrouillen; er tut viel für die Armen der Stadt, ohne sich dessen zu rühmen. Zu Hause gibt er sich Mühe, die Arbeit der Bediensteten zu erleichtern; bei Tisch liest er freiwillig einen Abschnitt aus dem Leben der Heiligen, wohingegen sein älterer Bruder sich in dieser Beziehung weniger gut macht[1]. „Seine ältere Schwester Jeanne hat die Tendenz, schnell zu moralisieren; Marcel hingegen ist entspannt, er verbreitet Ruhe und Frieden um sich herum, man ist schon glücklich, wenn man ihn sieht, seine schelmische Schlagfertigkeit bereitet Vergnügen.“

Verstand, vor allem aber Urteilskraft

„Von den beiden älteren Brüdern“, erzählt ihre Schwester Christiane, „ist René mit Leichtigkeit der Klassenbeste, er glänzt durch seine Lebhaftigkeit und seine Intelligenz; Marcel steht eher in der zweiten Reihe, er fällt aber durch die Klarheit seines Urteils auf. Als er ins Seminar eintrat, überlegte unsere Mutter: ‚Wie wird es zu Hause weitergehen, so ohne Marcel?‘“

Der Sinn für das Praktische

Marcel ist hilfsbereit, und er hat einen Sinn für das Praktische: „Nach dem Krieg, im Jahr 1919, entscheidet Marcel, daß es nun ein Ende haben müsse mit den Öllampen, welche die Zimmer beleuchten. Er vertieft sich in ein dickes Buch über Elektrizität, und mit der Hilfe eines Freundes legt er Leitungen für elektrischen Strom im ganzen Haus und plant alle Notwendigkeiten mit ein.“ Während der Ferien hat René den Unternehmungsgeist, aber Marcel ist der Organisator: im Jahr 1920 bereitet er den Ausflug der Geschwister von Bagnoles zum Mont-Saint-Michel vor.