Die geistlichen Exerzitien des hl. Ignatius

Eines Tages im Jahr 1972 kommt ein bereits älterer, aber schwungvoller Priester in Ecône an, Pater Ludovic-Marie Barrielle, Mitglied der Coopérateurs paroissiaux du Christ-Roi. Diese von Pater Vallet, einem Katalanen, gegründete Kongregation widmet sich der Predigt der geistlichen Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola in fünf Tagen.

Diese Exerzitien bestehen aus dreißig Meditationen und Betrachtungen der letzten Dinge und des Lebens Jesu Christi. Ihr Ziel ist es, dem Exerzitanten zu helfen,

„sich selbst zu überwinden und sein Leben zu ordnen, ohne sich durch irgendeine Neigung, die ungeordnet wäre, bestimmen zu lassen“.[1]

Vor allem die Liebe Jesu und der Ruf des Christkönigs berühren das Herz und spornen zum Kampf für die Herrschaft Christi an, sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft.

Erzbischof Lefebvre, der seinerzeit die Patres der Coopérateurs du Christ-Roi nach Dakar geholt hatte, empfängt gerne Pater Barrielle, der, nachdem er Mitglied der Priesterbruderschaft geworden ist, die Fackel der Exerzitien an die Seminaristen weitergibt. Von da an predigen die Priester der Priesterbruderschaft in der ganzen Welt die Exerzitien: den Laien, aber auch den Priestern, wie die Statuten der Priesterbruderschaft es vorsehen. So verwirklichen sie das wahre Ziel der Gesellschaft, „welches die Heiligung des Priestertums ist“.[2]

  • 1. Hl. Ignatius von Loyola, Die Exerzitien, Nr. 21
  • 2. Statuen der Priesterbruderschaft St. Pius X., VIII, 3.